Der TSC wagt sich mit drei Mannschaften auf’s Eis

Der TSC nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal an den alljährlichen „Eisstockmasters“ der Stadt Dorsten teil. Nachdem im Jahr 2019 zwei Mannschaften an den Start gingen, versuchte es der TSC in diesem Jahr mit drei Mannschaften.

Die „TSC Kreisliga-Legenden“ starteten am 2. Spieltag in den Wettbewerb, konnte jedoch nur eins ihrer drei Spiele gewinnen, sodass man als Tabellen-Dritter ausschied. „Nur der TSC“ ging am 6. Spieltag an den Start. In einer ausgeglichenen Gruppe konnte sich unsere Mannschaft insgesamt einen Sieg holen. Da zwei weitere Mannschaften ebenfalls 3 Punkte holen konnten, kam es am Ende auf das „Stock-Verhältnis“ an. Mit einem Stockverhältnis von -1 musste sich die Mannschaft am Ende mit dem dritten Platz zufriedengeben, der leider nicht fürs Weiterkommen reichte.

Als letzte TSC-Mannschaft ging „Aber NUR der TSC“ auf’s Eis. Die Mannschaft musste kurzfristig auf Philipp verzichten. Die verbliebenen vier Spieler waren dennoch fest entschlossen, das Weiterkommen in der Gruppe D klar zu machen. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ spielten vier Mannschaften den Sieg unter sich aus, wobei sich nur der Gruppensieger und der Gruppenzweite für die Zwischenrunde qualifizieren.

Die Regeln beim Eisstockschießen sehen dabei wie folgt aus: Auf der Eisfläche befinden sich zwei Bahnen, an denen je zwei Teams gegeneinander antreten können. Jede Bahn verfügt über einen Zielkreis, in dem eine Daube (Puck) liegt. Jedes Team hat vier Eisstöcke zur Verfügung. Es gilt, möglichst viele Stöcke an die Daube zu werfen. Nur die Mannschaft, die mindestens mit einem Eisstock der Daube am nächsten ist, bekommt einen Punkt.

Das Arbeitsmaterial: Der Eisstock
Das Arbeitsmaterial: Der Eisstock

Sind weitere Stöcke dieser Mannschaft der Daube am nächsten, so gibt es für jeden weiteren Stock ebenfalls einen Punkt. Nach 4 Kehren (Runden) wird das Gesamtergebnis ermittelt. Für einen Sieg erhält man 3 Punkte, Unentschieden 1 Punkt, Niederlage 0 Punkte.

Nachdem die Mannschaft die Regeln verinnerlicht hatte, wurden zunächst die gegnerischen Mannschaften begutachtet. Ein Kaltgetränk durfte dabei natürlich nicht fehlen. Um 17.30 Uhr ging es dann endlich für unsere Mannschaft auf’s Eis. Die Rollenverteilung innerhalb des Teams war Dank der Taktikbesprechung schnell klar. Annette und Nico platzierten den etwas langsameren grauen Eisstock möglichst nah an der Daube, während Marius und Mark mit dem schnelleren Stock die gegnerischen Eisstöcke aus dem Zielkreis beförderten. Beim kurzen Einspielen stieg die Nervosität bei allen Beteiligten. Etwas nervös flogen die ersten Stöcke auf das Eis und es entwickelte sich ein enges Match. Im Verlauf des ersten Spiels holte sich die Mannschaft durch gute Würfe und einen sehr guten Team-Spirit immer mehr Sicherheit. Nach den ersten drei Kehren stand es 1:1 und so entschied die letzte Kehre über die ersten Punkte an diesem Abend. In dieser zeigte sich, dass die zuvor getätigte Rollenvergabe goldrichtig war. Marius und Mark bugsierten die gut gesetzten Stöcke der Gegnerinnen aus der gefährlichen Zone und Annette und Nico setzen die langsamen Stöcke so präzise an die Daube, dass die entscheidende Kehre mit 2:0 gewonnen werden konnte. Durch den 3:1 Sieg im ersten Match verschaffte sich die Mannschaft eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf des Abends. Im zweiten Spiel behielt man die zuvor besprochene Taktik bei. Zunächst entwickelte sich auch hier ein spannendes Spiel, in dem es nach zwei Kehren 2:2 stand. In der dritten kehre ging bei unserer Mannschaft dann aber nicht viel zusammen. Alle Stöcke bekamen zu viel Schwung mit auf den Weg, sodass der Gegner 3 seiner 4 Stöcke entspannt in den Kreis schießen konnte. In der letzten Kehre konnte man sich lediglich ein 0:0 erarbeiten, sodass das zweite Match mit 2:5 verloren ging. Dies tat der Stimmung bei der Mannschaft und dem mitgereisten TSC-Anhang aber keinen Abbruch. Denn vor dem letzten Spiel war klar, dass man das Weiterkommen in der eigenen Hand hatte.

Das Spielfeld
Die entscheidende Kehre

Der Gegner hatte ebenfalls 3 Punkte auf dem Konto. Aufgrund des schlechteren Stockverhältnisses, musste unsere Mannschaft aber gewinnen. Die Rollenverteilung behielt man trotz der Niederlage im zweiten Spiel beim. Mit Erfolg! Nico und Annette packten vor allem in den ersten beiden Durchgängen super Würfe aus und sorgten so für die Grundlage. Marius und Mark sorgten mit ihren präzisen und schwungvollen Würfen im Anschluss dafür, dass kein gegnerischer Stock auch nur die Nähe der Daube zu Gesicht bekam. Dadurch ging es mit einer beruhigenden 3:0 Führung in die dritte Kehre. In dieser gelang der Mannschaft leider kein eigener Punkt. Dennoch konnte man dafür sorgen, dass auch der Gegner lediglich einen Stock in der gefährlichen Zone platzieren konnte. Die letzte Kehre sollte also die Entscheidung bringen und die Taktik war klar. Die gegnerischen Stöcke aus der Zone befördern und den erarbeiteten Vorsprung so über die Zeit retten. Alle Mannschaftsakteure behielten dabei die Nerven und beförderten den jeweils gegnerischen Stein ins Abseits. Da drei der vier Stöcke zugleich noch innerhalb der Zone blieben, wurde die letzte Kehre mit 3:0 gewonnen. Mit dem 6:1 Erfolg sicherte sich die Mannschaft den zweiten Platz in der Gruppe D und das damit verbundene Weiterkommen in die Zwischenrunde.

Mannschaftsfoto „Aber NUR der TSC“: Mark, Annette, Nico, Volker und Marius (von rechts)

Dank der starken Teamleistung darf sich die Mannschaft weiterhin Hoffnung auf den ganz großen Coup machen. In der nächsten Runde, die am 16.12.21 stattfindet, wird die Mannschaft wieder ihr ganzes Können unter Beweis stellen müssen, um erfolgreich zu sein. An diesem Abend dachte aber noch keiner an die nächste Runde. Die Mannschaft feierte mit dem ein oder anderen Getränk den Einzug in die nächste Runde und fachsimpelte im Anschluss noch mit den mitgereisten Fans über das gerade erlebte. An dieser Stelle bedankt sich die Mannschaft bei allen Mitgereisten für die tolle Unterstützung und würde sich freuen, wenn sie auch in der nächsten Runde wieder so tatkräftig unterstütz wird, wie an diesem Abend.